Die Spindel

„Die Gründe gehen über die Klarinette hinaus.“ „Mich interessieren mehr die Gemeinsamkeiten zwischen Mann und Frau.“ „… und in jenem Augenblick wurden alle zukünftigen Gedanken, Wörter oder Gefühle, die dieser Schädel hätte hervorbringen können, ausgelöscht.“ Ein Schauder erfasst mich, ein heiliger Schauder, als ich diese Sätze höre, auffange aus dem Äther. Dunst steigt vor den weißen Bergen auf, das Licht sinkt. Dann esse ich den letzten, den wirklich letzten Rosenkohl, den die Ahnin auf dem Hügel geerntet und damit an diesem Tag bereits einige ihrer Nachkommen gesättigt hat. Das Spinnrad quietscht, von ihrem Fuß in Schwung gehalten, und ich denke mit Erstaunen, dass ich dieses Geräusch zuletzt in meiner Kindheit gehört habe.

Schnee, Winter, Zeit, Strömungen, Generationen

6 Gedanken zu „Die Spindel

  1. Ulli

    Die Gemeinsamkeiten haben auch mich schon immer mehr interessiert als alles Trennende, das so leicht ist aufzuspüren…
    Wieder so ein schöner Text!
    Ich wünsche dir eine schöne Woche, herzlichst, Ulli

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  2. Graugans

    Immer wieder öffnest Du Türen zu geheimen Orten und während ich mich noch umsehe, entstehen Räume hinter den Räumen und sobald ich einen Schritt mache, leuchtet ein Weg auf…schön ist das, bezaubernd und ermutigend … hab Dank!

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